Nach Kehl und zurück...

Nachdem wir unseren Bürsti ( passenden Namen immer noch nicht gefunden- Mist, direkt mal aufschreiben) bereits vor Weihnachten nach Kehl ins Werk gebracht haben, steht nun die Rückhol Aktion an, verbunden mit einem Kurztrip übers Wochenende...
Unsere geistige Vorstellung sieht so aus:
-Morgens früh nach Kehl düsen, gegen 12 Uhr Termin bei Bürstner
-den nunmehr mangelfreien Wohnwagen bei Bürstner auf den Service-Parkplätzen stehen lassen und Strassbourg besichtigen
-Samstags einen Idyllischen CP im Großraum Darmstadt, Alternativ Hunsrück suchen, schönes Wochenende verbringen
-Sonntags Abends erholt wieder in Köln auftauchen.

Soweit zu unserer Vorstellung....

Stellplätze bei Bürstner
Stellplätze bei Bürstner


Wir fahren geplant früh los, ok wie immer etwas später als wirklich geplant, aber es passt schon. Wir kommen gut und zügig durch und sind pünktlich gegen  11 Uhr in Kehl. Die Jungs waren auf der Fahrt sehr brav und wir kommen relativ stressfrei an.
Dort geht es zur Übernahme von unserem WW. Der MA von Bürstner ist sehr freundlich und wir denken erstmal nichts schlimmes..
Leider stellt sich im Verlauf raus, dass umfangreiche Reparaturen durchgeführt wurden....
als wir auf dem Parkplatz den WW aufräumen und säubern stellen wir allerhand Mängel fest. Unter anderemläuft das Wasser aus ...aaahhhh...


Bei Bürstner ist natürlich Freitags ab 13 Uhr keiner mehr...
Wir gehen also erstmal auf den Spielplatz damit die Kinder ein bisschen beschäftigung bekommen.

Der Spielplatz ist sehr schön und recht groß für so ein kleines Örtchen... wir toben ausgiebig und beschließen noch schnell einen Supermarkt zu suchen um die nötigsten Sachen zu holen die wir vergessen haben...

Wir fahren also  viel zu spät nachmittags los nach "Kehl-City"... also wer dass nicht geshen hat... hat nichts verpasst! Kurzer Besuch im Penny, dann über die Rheinbrücke nach Strassburg...
Man sagt ja immer die Franzosen sind so arrogant und bestehen auf Ihre eigene Sprache. .. ich kann es nur bestätigen... als nicht Französisch-sprechender-Mensch kommt man ganz schön ins schwitzen... Wir wohnen ja ebenfalls nah im Grenzgebiet und auch auf unseren Reisen in Holland,Belgien, Luxemburg, Dänemark sogar in Polen fanden sich Hinweisschilder in Englisch oder der ein oder andere sprach Englisch oder mal einen Happen deutsch....  aber hier, ab 2m über der Grenze würde es so französich wie es nur französich sein konnte :-)
Mein persönliches Highlight immer noch die Verkehrswarnschilder "Rappel" und "Sauf-Bus"... ok, bisschen platt - aber lustig :-)
Strassburg selber: GRUSELIG! Es gibt zwar schöne alte Häuser, die wir auch ausgiebig bewundern, da wir hoffnungslos im Stau stehen...aber ansonsten... Ghetto...vieles ist heruntergekommen.. Bettler an jeder Ecke..

Wir parken in einem Parkhaus in der Innenstadt, aber die Kinder haben ähnlich schlechte Laune wie wir und so gehen wir nur eine ganz schnelle Runde. In einer Apotheke versuchen wir das französische Pendant zu "Wick-Day-Med" zu erstehen... wir geben die Verpackung ab und die Verkäuferin bringt uns Honig-Lutsch-Pastillen.
Wir merken es aber natürlich erst NACHDEM wir bezahlt haben. Also schnell reklamiert: Madame nix verstehen!
Wir versuchen uns so gut es geht verständlich zu machen "Pardon - parlez vous no francais" "We want theese ones, no Honey Bonbons?"... und siehe da! Madame spricht fließend deutsch!!! Warum nicht direkt so? Wir kommen uns irgendwie gelinkt vor...

Die Honig Dinger wechseln also wieder den Besitzer und wir suchen schnell dass weite... mittlerweile ist es dunkel, die Kinder müde... wir fahren wieder zurück und selten war ich so froh wieder in Deutschland zu sein!
Wir essen unsere erstandenen Brezel, es gibt noch ein bisschen Felix auf DVD und dann gehts ins Bett.

Sonnenaufgang in Kehl
Sonnenaufgang in Kehl

Nach einer ganz guten Nacht beschließen wir beim Cornflakes-Frühstück dass wir den Wagen so nicht mit nachhause nehmen. Die Anzahl der gravierenden Mängel ist viel zu hoch. Aus Verzweiflung beschließen wir den Wagen nach Saarbücken zu unserem Händler zu bringen. Wir packen alles wieder retour was wir gestern noch ausgepackt haben, lassen Wasser ab und leeren Kühlschrank,  Abwasser und Klo wieder.
In zwei Stunden gehts nach Saabrücken, wir lassen den Hänger samt Mangelliste dort, und fahren solo wieder weiter. Die Strecke eigentlich wunderschön an der Mosel vorbei und durch die Eifel... leider hatte es angefangen in Strömen zu regnen so dass wir nicht einmal irgendwo halten konnten...

Schon am Samstag nachmittag sind wir wieder in Köln.... tja....es kommt wohl immer anders als man denkt...